Dieser Rat, bestehend aus 20 zufällig aus dem Melderegister ausgewählten Personen, hat am 10. und 11. April 2026 erstmals zum Thema psychische Gesundheit getagt.
Angesichts steigender psychischer Belastungen arbeitet die Stadt gemeinsam mit städtischen Ämtern und den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) am Gesundheitsaktionsplan „Gesundheit fördern. Gemeinschaft stärken“ zur Förderung der psychischen Gesundheit. Federführend beteiligt sind etwa die Ämter Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen sowie Organisation und Zukunftsfragen.
Bürgermeister Johannes Anzengruber betont die Rolle der Bürger:innen: „Mehr miteinander bringt mehr Gesundheit – die Ideen, Lösungsvorschläge und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger fließen ganz zentral in den Aktionsplan mit ein. Wir sind stolz auf diesen breitestmöglichen Beteiligungsprozess.“
PerspektivenwechselDie Stadt hat die Bevölkerung auf breiter Basis aufgerufen, sich politisch zu beteiligen. In einem ersten Schritt wurde ein Bürger:innen-Rat einberufen. Dafür wurden zunächst 900 Personen aus dem Innsbrucker Melderegister per Zufallsprinzip ausgelost. Aus deren Rückmeldungen ergab sich durch eine zweite Zufallsauswahl eine Gruppe von 20 Innsbrucker:innen, die gemeinsam den Bürger:innen-Rat bilden.
Im Mittelpunkt der Tagung des Bürger:innen-Rats am 10. und 11. April im Innsbrucker Rathaus stand die Frage, wie die Stadt Innsbruck auf steigende psychische Belastungen reagieren und Gemeinschaft stärken kann. Ziel war es, Alltagsherausforderungen zu benennen und konkrete Empfehlungen für den Gesundheitsaktionsplan zu erarbeiten.
Für eine noch umfangreichere Beteiligung konnten alle interessierten Bürger:innen auf der städtischen Beteiligungsplattform bis 29. März ihre Ideen und konkreten Vorschläge mitteilen. Darüber hinaus hat der Innsbrucker Jugendbeirat in zwei Workshops Handlungsempfehlungen erarbeitet, um die Perspektiven junger Menschen zu sammeln und einzubringen.
Beteiligungsformat kommt anWie engagiert die 20 Teilnehmenden am Bürger:innen-Rat bei der Sache waren und ihre Sicht eingebracht haben, belegen unter anderem folgende Statements, die im Rahmen der zweitägigen Sitzung gefallen sind:
„Unsere Aufgabe ist nicht nur zu jammern, sondern im Namen der Bürger:innen die Stadt besser zu machen.“
„Kritisieren und meckern können viele, aber mitreden können nur wenige.“
„Ich hab mir nur gedacht, was hier für tolle Menschen zusammengekommen sind.“
„Es flasht mich, so viele unterschiedliche Perspektiven zu hören.“
Einladung zum StadtforumDie Ergebnisse des Bürger:innen- und Jugendbeirats werden am 28. April um 18.00 Uhr im Rahmen des Stadtforums der interessierten Öffentlichkeit sowie Politik und Verwaltung vorgestellt. Bei der Abendveranstaltung „Innsbruck im Gespräch“ in der Innsbrucker Stadtbibliothek ist jede Innsbruckerin und jeder Innsbrucker eingeladen, sich einzubringen und mitzudiskutieren. Anmeldungen für das Stadtforum sind über
mitgestalten.innsbruck.gv.at möglich.
Die Erkenntnisse aus Bürgerinnenrat, Online-Beteiligung, Jugendrat und Stadtforum fließen allesamt in die Entwicklung des Aktionsplans ein. Aufbauend darauf werden die Ergebnisse durch einen Expert:innen-Rat fachlich vertieft und ergänzt.
MD/KR