Eichhof ist zweitgrößtes Wohnbau-Projekt Innsbrucks

Firstfeier der dritten Baustufe im Pradler Eichhof

Freuen sich über die neue Wohnqualität am Eichhof in Pradl: Bürgermeister Johannes Anzengruber (4. v.r.) mit Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr (2. v.l.), Vizebürgermeister Georg Willi (3. v.l.), GF Franz Danler (IIG, 1. v.l.), den Architekt:innen Eva Brenner und Wolfgang Kritzinger (re.) und der Aufsichtsratsvorsitzenden Anna Girardi (vorne re.). © Stadt Innsbruck/A.Steinacker
Mit der Firstfeier für die dritte Baustufe setzt die Stadt Innsbruck einen weiteren Meilenstein in ihrer Wohnbauoffensive.
Im Stadtteil Pradl entstehen 50 neue Mietwohnungen, die das historische Erbe der Südtiroler Siedlung mit modernem Wohnkomfort verbinden. Die Investitionssumme für diesen Bauabschnitt beläuft sich auf rund 12 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Innsbruck ist hoch. Die Stadtregierung setzt deshalb mit der Erneuerung des Eichhofs einen weiteren klaren Schwerpunkt zur Realisierung von leistbaren Wohnungen für die Bevölkerung. Die Siedlung wurde ursprünglich in den 1940er-Jahren für Südtiroler Optant:innen errichtet. Durch den teilweisen Neubau wird dieses Erbe nun zeitgemäß weitergeführt und gleichzeitig kräftig modernisiert.

Bürgermeister Johannes Anzengruber streicht die Dimension des Eichhof-Projektes heraus: „Der Eichhof ist nach dem Campagne Areal aktuell unser zweitgrößtes Wohnbau-Projekt. Der Eichhof gilt als Herzstück von Pradl mit einer tief verwurzelten Geschichte. Mit der heutigen Firstfeier schlagen wir ein neues Kapitel für dieses besondere Viertel auf. Mir ist wichtig, dass wir hier barrierefreie Wohnungen schaffen, die für alle Generationen geeignet sind. Die 50 neuen Wohnungen im Eichhof sind ein wichtiger Baustein, um den Menschen ein sicheres und leistbares Daheim in ihrer Heimatstadt zu geben.“

Hohe Qualität und Nachhaltigkeit
Die Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG) investiert rund 12 Millionen Euro in diesen Bauabschnitt. Dabei wird konsequent auf ökologische Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit geachtet.

IIG-Geschäftsführer Franz Danler erklärt die Vorzüge: „Wir bauen hier Qualität für Jahrzehnte. Die 50 Wohnungen mit insgesamt rund 2.920 Quadratmetern Nutzfläche werden im Passivhausstandard errichtet und durch das Land Tirol gefördert. Das sorgt für niedrige Energiekosten und schont die Umwelt. Da alle Einheiten barrierefrei erreichbar sind, ermöglichen wir ein selbstbestimmtes Leben in jeder Lebensphase.“

Mehr Raum für die nächste Generation
Ein zentrales Element der Planung ist die Aufwertung der Außenanlagen. Die charakteristischen grünen Innenhöfe der Siedlung bleiben erhalten und werden durch die Verlagerung der Autostellplätze in die Tiefgarage deutlich vergrößert. Die vollständige Gestaltung der Grünflächen erfolgt mit den Baustufen 5 und 6. In dieser Phase wird auch der Hof- und Grünanlagenbereich final autofrei.

Die Architekten Eva Brenner und Wolfgang Kritzinger erläutern das Konzept: „Die Neubauten folgen der vorhandenen Hofstruktur und stärken sie. Uns war wichtig, die bestehenden Innenhöfe und Wegeverbindungen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Der Eichhof bleibt ein offener, durchgrünter Wohnbereich – nur zeitgemäß erneuert.“

Zeitplan und Vergabe
Vor dem Start der ersten Baustufe befanden sich im Eichhof 387 Wohnungen und sieben Geschäftslokale. Nach Abschluss des gesamten Ausbaus wird die Siedlung rund 528 Wohnungen umfassen. Die 50 Mietwohnungen aus der dritten Baustufe werden nach ihrer Fertigstellung über die städtische Wohnungsvergabe vermittelt. Damit stellt die Stadt sicher, dass der neue Wohnraum direkt den Innsbrucker:innen zugutekommt.

Parallel zum Wohnbau plant das Amt für Tiefbau der Stadt Innsbruck die Neugestaltung der Kranewitterstraße. Die IIG hat hierfür bereits Grundstücksteile an die Stadt rückübertragen. Die Straße soll verbreitert und mit einer Baumallee sowie beidseitigen Längsparkstreifen versehen werden, was die Aufenthaltsqualität im gesamten Quartier weiter steigert. DJ

Die dritte Baustufe im Überblick
  • Projekt: Eichhof Masterplan, Baustufe 3 (Eichhof 16/17/18)
  • Umfang: 50 Mietwohnungen (ca. 2.920 m² Nutzfläche)
  • Parken: 29 Tiefgaragenplätze (sowie 21 weitere Plätze für künftige Baustufen)
  • Standard: Passivhausbauweise, barrierefrei, gefördert durch das Land Tirol
  • Kosten: ca. 12 Millionen Euro Errichtungskosten
  • Planung: brenner+kritzinger architekten