Ab 2. November 2026 gilt: Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr und Samstag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Mit einer Ausweitung der Parkzonen auf die Stadtteile Kranebitten, Arzl und O-Dorf sowie einheitlichen Bewirtschaftungszeiten im gesamten Stadtgebiet will die Stadt dem steigenden Parkdruck beikommen. Besonders profitieren sollen jene Stadtteile und Wohngebiete, die zuletzt verstärkt vom Dauerparken belastet waren.
Gleichzeitig sorgt die Neuregelung aber auch für höhere Fluktuation und eine bessere Verfügbarkeit von Stellplätzen für Anwohner:innen, Kund:innen sowie Gastronomie- und Wirtschaftsbetriebe in ganz Innsbruck. Beschlossen wurde die neue Parkraumverordnung am 16. Juli im Gemeinderat.
Kurzparkzonen und Parkstraßen Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kurzparkzonen (blaue Zonen) und Parkstraßen (grüne Zonen). Die drei neuen Parkzonen Kranebitten, Arzl und O-Dorf sind ausnahmslos Parkstraßen, also grüne Zonen, wo stundenweise oder auch den ganzen Tag lang geparkt werden kann. Solche Tagesparkkarten werden hier um neun Euro erhältlich sein. Für die Stadtkoalition steht neben höherer Fluktuation bereits ab 8.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends vor allem die Verbesserung der Parksituation für die Anwohner:innen außer Frage.
„Wer sein Auto braucht, muss verlässlich in der Nähe seines Zuhauses parken können. Deshalb beenden wir die Parkplatzblockade durch Dauerparken und schaffen wieder mehr Platz für Anrainer:innen sowie sichere und gut nutzbare Straßenräume für alle“, ist
Stadträtin Janine Bex, zuständig für Straßenrecht und Mobilität, überzeugt.
Für
Gemeinderätin Nicole Heinlein, Ausschussvorsitzende Umwelt, Energie und Mobilität, bringt die neue Regelung eine Harmonisierung der Parkraumbewirtschaftung: „Unser Ziel ist klar: Wer auf sein Auto angewiesen ist, soll möglichst wohnortnah einen Parkplatz finden. Mit klaren und nachvollziehbaren Regeln schaffen wir mehr Verfügbarkeit – für Anrainer:innen ebenso wie für Kund:innen und Betriebe. So sorgen wir für eine faire Nutzung des öffentlichen Raums und stärken gleichzeitig unsere Stadtteile.“
Weniger Suchverkehr – mehr AufenthaltsqualitätAuch der Handel, die Gastronomie und der Dienstleistungssektor profitieren von der neuen Regelung: „Der Suchverkehr entfällt großteils, die Aufenthaltsqualität für Innenstadt und Stadtteile nimmt zu. Sowohl Stadtteile als auch die Wohnbevölkerung profitieren“, betont
Stadträtin Mariella Lutz. „Nicht der Gratis-Parkplatz, sondern der verfügbare Parkplatz stärkt den Handel“, sagt Lutz. Zudem unterstütze die Stadt Innsbruck mit der gelben Innenstadtkarte bei den Parkgaragen und mit der roten Innenstadtkarte die Nutzung von Öffis und Stadträdern.
Im Herbst gibt es Infos direkt in den StadtteilenDer Wohnbevölkerung steht weiterhin die Anwohner:innenparkkarte zur Verfügung. Im Herbst werden in den betreffenden Stadtteilen Arzl, Kranebitten und dem Olympische Dorf zeitgerecht Info-Veranstaltungen angeboten. Direkt vor Ort können dabei die Bewohner:innen auch die Anwohner:innenparkkarten beantragen.
Harmonisierung der TarifeTariflich angepasst werden die Anwohner:innenparkkarten und beruflichen Parkberechtigungen. Die Anpassungen erfolgen moderat und orientieren sich an der allgemeinen Inflation, nachdem die Tarife über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert geblieben sind. „Wir schaffen Ordnung beim Parken, ohne jene auszubremsen, die unsere Stadt am Laufen halten. Mit dem Berufsparken unterstützen wir gezielt Handwerker:innen, Ärzt:innen, Hebammen, mobile Pflege- und Betreuungsdienste sowie soziale und gemeinnützige Einrichtungen. So verbinden wir eine faire Nutzung des öffentlichen Raums mit einer verlässlichen Versorgung der Innsbrucker:innen“, so Janine Bex.
Die Neuerungen ab November im Detail: - Neue Parkstraßen (grüne Zonen) in den Stadtteilen Arzl, Olympisches Dorf, Kranebitten ab 2. November 2026.
- Ausweitung der Gebührenpflicht in 90- und 180 Minuten-Kurzparkzonen: Montag bis Freitag von 8.00 bis 21.00 Uhr, samstags 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Keine Änderung der Kurzparkzonentarife.- Parkstraßen: Montag bis Freitag von 8.00 bis 21.00 Uhr, samstags 8.00 bis 18.00 Uhr.
- Neue Tarife für Anwohner:innen-Parkkarten in den Kurzparkzonen und Parkstraßen: Von 6,18 Euro pro Monat auf 9,96 Euro pro Monat. Die Anpassungen betreffen auch Berufsparkkarten für Pendler:innen, ortsansässige Betriebe und bestimmte Berufsgruppen.
- Parkstraßen (grüne Zonen) beim Schloss Ambras, Alpenzoo, Hungerburg, Waldparkplatz Hawaii, Parkplatz Kranebitten, Zone N (Tivoli 1.5. bis 31.8. jedes Jahres) werden ebenfalls täglich von 8.00 bis 21.00 Uhr bewirtschaftet.
- Die 32 Parkscheinautomaten in der Innenstadt werden im Herbst mit der Möglichkeit zur bargeldlosen Zahlung aufgerüstet.
Alle Informationen und Details zur Innsbrucker Parkabgabeverordnung 2026 und zu neuen Tarifen unter
www.innsbruck.gv.at/parken