„Wir haben nicht nur festgestellt, wie Innsbruck sich im Stadtbild durch die Spiele verändert hat – ich denke dabei an den Stadtteil Olympisches Dorf oder an die Sportstätten. Die Spiele haben einen Modernisierungsschub mit sich gebracht“, erklärt Vizebürgermeister und Kulturstadtrat Georg Willi: „Rückblickend ‒ mit einem Abstand von fünf Jahrzehnten ‒ waren die Spiele selbst in mancher Hinsicht ihrer Zeit voraus: Einfache Spiele, Spiele der kurzen Wege, nachhaltige Spiele ‒ das können wir heute mit großer Überzeugung behaupten.“
„Wir sind aber auch auf viele persönliche Erinnerungen gestoßen und neue sind hinzugekommen“, ergänzt Tobias Rettenbacher. Der Mitabeiter des Kulturamts und Host des Olympia-Podcasts ist selbst mehrfach in das Kostüm des Olympiamaskottchens geschlüpft.
„Schneemandl“-Mural als Hommage Erinnerungen und Bilder, die auch an die späteren Generationen weitergegeben wurden, wie etwas das Bild des angesprochenen Maskottchens, an das das neue Mural am Südring, nahe der Kreuzung Speckbacherstraße, erinnert.
Der unter dem Kürzel HNRX weit über Innsbruck hinaus bekannte Urban Artist hat sich mit diesem Mural im Auftrag des Kulturamts der Stadt Innsbruck einen persönlichen Wunschtraum erfüllt. Die (werbe)grafische Bildwelt der 1960er und 70er Jahre ‒ die Welt des Innsbrucker Grafikers Arthur Zelger (1914-2004) ‒ hat ihn als Künstler stark beeinflusst.
HNRX hat in den letzten Jahren zudem eine beeindruckende Sammlung an „Schneemandln“ zusammengetragen. Für ihn schließt sich mit dem Mural ein kleiner Lebensabschnitt. HNRX, der neben Innsbruck auch Hamburg und neuerdings Wien als sein Zuhause ansieht, hat in Innsbruck mit dem Underbridge Festival viel zum Erblühen von Urban Art beigetragen. Dass Innsbruck divers und sichtbar bunt bleibt, dafür plädiert er auch in seinem seit 2025 laufenden Kunstprojekt „Keinheitsbraun“. Wer sich auf die Spuren seiner Werke in Innsbruck begeben will, kann dies über die Streetart City Map tun:
www.innsbruck.gv.at/streetartmapKultur und Sport als kongeniale PartnerDas Olympia-Mural ist nur ein Beispiel für das Engagement der beiden Ämter im Olympia-Jubiläumsjahr. Gemeinsam haben Kulturamt und Sportamt Projekte für das Jubiläum entwickelt. So wurde etwa das reproduzierte Maskottchen in Lebensgröße vom Kulturamt angeschafft und auch über das Sportamt an Interessierte vermitelt. Es kann nach wie vor ausgeliehen werden.
Insgesamt hat das Kulturamt folgende Projekte durchgeführt: Olympia-Rallye, Olympia-Podcast, virtuelle Olympia-Karte (
www.innsbruck.gv.at/olympia-karte), wissenschaftliche Tagung in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck und das daraus folgende Olympia-Buch des Stadtarchivs/Stadtmuseums.
Olympische „Stadtstimmen“Auch die Sondersendung „50 Jahre Olympische Winterspiele 1976“ des Audio-Kanals „Stadtstimmen“ des Kulturamts (
www.innsbruck.gv.at/podcasts) endete mit 15 Folgen gerade erst äußerst erfolgreich. Insgesamt verzeichnete die Olympia-Sendung bis dato 1.687 Downloads, jede einzelne Folge hat im Schnitt 112 Hörer:innen erreicht. Der Podcast, der über die städtische Webseite oder über die gagnigen Podcast-Plattformen hörbar ist, kann nach wie vor unter obigem Link aufgerufen werden.
Olympiabuch Das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck hat gemeinsam mit der Universität Innsbruck das Buch „Olympische Winterspiele in Innsbruck: Vorgeschichten – Bedeutungen – Nachwirkungen“ herausgegeben. Das am 25. Februar in der MS Olympisches Dorf erstmals der Öffentlichkeit vorgestellte Buch zeigt sich als „Verkaufsschlager“. Das Stadtarchiv musste mit seinen Beständen dem Handel bereits Mitte April kurzfristig unter die Arme greifen. Das Buch ist über
www.innsbruck.gv.at/shop erhältlich.
Olympia-RallyeAuch die vom Kulturamt der Stadt Innsbruck, dem Medienzentrum des Landes Tirol und den Tiroler Landesmuseen gemeinsam gestaltete digitale Olympia-Rallye erfreut sich bei Schulklassen großen Zuspruchs.
In fünf Stationen, entsprechend der fünf olympischen Ringe, können 25 Aufgaben in einer digitalen Schnitzeljagd am Bergisel gelöst werden. Start ist im TIROL PANORAMA.
Die Rallye kann von Schulgruppen noch bis 31. Oktober 2026 über die
Tiroler Landesmuseen gebucht werden, eine Anmeldung ist hier erforderlich.
Die Olympischen Spiele faszinieren und interessieren immer noch ‒ oder vielleicht auch wieder. Mittlerweile sind sie längst ein Stück Geschichte, in Innsbruck allerdings nicht nur Sport- und Olympia- sondern auch Stadtgeschichte.
Eine Geschichte, die auch kulturell ihre Spuren hinterlassen hat.
UI