Sicherheit hat Vorrang

Grillverbot im Innsbrucker Naturraum

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit herrscht auf Innsbrucks Grillplätzen - hier der Grillplatz Gramart - derzeit Grillverbot. © Stadt Innsbruck
Die anhaltende Trockenheit in Innsbruck und die Wetterprognosen für die kommenden Tage erfordern rasches Handeln. Um die Gefahr von Bränden zu minimieren, hat Bürgermeister Johannes Anzengruber heute, am 7. Mai 2026, ein sofortiges Grillverbot für alle städtischen Grillplätze ausgesprochen. Für den Waldraum und dessen Gefährdungsbereiche gilt zudem weiterhin die Waldbrandverordnung vom 28. April 2026. Das Grillverbot gilt vorerst bis Montag, den 11. Mai – dann erfolgt eine Neubewertung und allenfalls Aufhebung des Verbotes.
Aufgrund der ausbleibenden Niederschläge ist die Brandgefahr in den Wäldern und Grünanlagen rund um Innsbruck stark gestiegen. Das heutige Grillverbot auf städtischen Plätzen ist eine notwendige Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt. Ergänzend dazu untersagt die geltende Waldbrandverordnung jegliches Feuerentzünden sowie das Rauchen im Wald und in dessen unmittelbaren Gefährdungsbereichen.

Bürgermeister Johannes Anzengruber betont seine Verantwortung als Leiter der Bezirksverwaltungsbehörde: „Die Sicherheit der Bevölkerung und unseres Lebensraums hat für mich oberste Priorität. Als Bürgermeister stehe ich in der Pflicht, Gefahren abzuwenden, bevor Schaden entsteht. Die aktuelle Trockenheit erlaubt keinen Spielraum für riskantes Handeln. Ich appelliere an das Verständnis der Bevölkerung, die geltenden Bestimmungen einzuhalten.“

Maßnahmen vor Ort und online
Die Stadt Innsbruck hat bereits reagiert: Die Reservierungsfunktion für die städtischen Grillplätze auf der Homepage wurde deaktiviert. Alle Personen, die bereits eine Reservierung getätigt hatten, wurden persönlich informiert. Zudem haben die Ämter „Grünanlagen“ sowie „Wald und Natur“ direkt an den Grillplätzen entsprechende Hinweisschilder angebracht.

Stadträtin Mariella Lutz sieht den Schutz der städtischen Park- und Naturanlagen im Vordergrund: „Unsere Grünanlagen sind das Wohnzimmer der Innsbruckerinnen und Innsbrucker und sorgen für eine hohe Lebensqualität in unserer Stadt. Damit dieser wertvolle Naturraum auch weiterhin für alle in seiner vollen Pracht erhalten bleibt, müssen wir ihn in Zeiten extremer Trockenheit besonders behutsam behandeln. Wir schützen diese Flächen heute, damit sie auch morgen noch sichere Orte der Erholung für uns alle sind.“

Lagebericht am Montag
Die Expert:innen der Stadt beobachten die Wetterentwicklung genau. Am Montag, den 11. Mai, wird die Situation neu bewertet und entschieden, ob das Grillverbot auf den städtischen Plätzen aufrechterhalten bleibt. Bis dahin bleibt das Entzünden von Feuer sowie das Rauchen im Wald und auf den öffentlichen Grillplätzen streng untersagt. DJ