Kauf der alten Hungerburg-Talstation
Per Umlaufbeschluss sprach sich der Stadtsenat einstimmig für den Verkauf der alten Hungerburg-Talstation samt zugehöriger Liegenschaft an die Landeshauptstadt Innsbruck aus. Eigentümer:in war bisher die Innsbrucker Nordkettenbahnen GmbH (INKB).
„Mit der Jungen Talstation investieren wir nicht nur rund 1,7 Millionen Euro in die Sanierung eines historischen Gebäudes – wir investieren in die Zukunft der Innsbrucker Jugendkultur. Als Stadtkoalition schaffen wir bewusst Freiräume für junge Menschen und stärken die freie Kulturszene. Denn eine lebendige Stadt braucht Orte, an denen Kultur entstehen, ausprobiert und gemeinsam gestaltet werden kann“, sagt Johannes Anzengruber in seiner Doppelrolle als Bürgermeister und Eigentümervertreter der Nordkettenbahnen.
Nach dem Betriebsende der Bahn war lange Zeit unklar, was mit dem Gebäude der alten Talstation der Hungerburgbahn nachhaltig passieren soll: Jetzt schafft Innsbruck dort ein offenes Kulturzentrum. In gemeinsamer Planung mit der „Jungen Talstation“ setzt die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) dort Raum für Veranstaltungen, Musik und Kunst um, der Mitte 2027 eröffnet werden soll.
Die Landeshauptstadt Innsbruck hält 35 Prozent an der INKB, weitere Eigentümer sind die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB) mit 56 Prozent sowie der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer mit 9 Prozent.
Städtisches Mitglied für IKB-Aufsichtsrat nominiert
In seiner jüngsten Sitzung nominierte der Stadtsenat für die restliche Funktionsperiode mehrheitlich Kommerzialrätin Monika Unterholzner, Geschäftsführerin der Wiener Stadtwerke GmbH, für den Aufsichtsrat der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB). Die aktuelle Funktionsperiode läuft noch bis zur Generalversammlung 2031.
„Monika Unterholzner folgt auf Christian Mair, der sein Mandat als Aufsichtsrat bei der IKB zurückgelegt hat. Aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen und ihrer Berufserfahrungen ist sie für die Funktion der Aufsichtsrätin bestens geeignet“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Neuer Vertreter im Beirat für Großprojekte
Franz Mariacher wurde vom Stadtsenat einstimmig für den Beirat für Großprojekte bis zum Ende der laufenden Funktionsperiode, also bis zum 30. September 2029, nominiert.
„Die personelle Änderung hat sich ergeben, da Georg Malojer seine Funktion zurückgelegt hat. Franz Mariacher ist ehemaliger Geschäftsführer der TIGEWOSI sowie gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Bauwesen und Immobilien. Er ist somit als neues Mitglied des Beirates für Großprojekte hervorragend qualifiziert“, freut sich Bürgermeister Johannes Anzengruber über die Neubesetzung.
Der Beirat für Großprojekte der Landeshauptstadt Innsbruck setzt sich aus mindestens vier und maximal sechs ständigen Mitgliedern, die sowohl aktive oder ehemalige Bedienstete des Stadtmagistrates als auch externe Konsulenten sein können, zusammen. Aktuell sind im Großprojekte-Beirat Finanzdirektor Martin Rupprechter als Vorsitzender sowie Josef Hörnler (ehemaliger Finanzdirektor der Landeshauptstadt Innsbruck), Barbara Poberschnigg (Architektin und Wirtschaftsingenieurin) und Alexandra Tanda (Geschäftsführerin Österreichisches Rotes Kreuz Innsbruck) als Mitglieder vertreten.
Junge „Mental Health Champions“
Mit einstimmigem Beschluss des Stadtsenats wird eine Kooperation mit dem Verein „Hobby Lobby Innsbruck“ im Rahmen des Projekts „Mental Health Champions: Kommunale Freizeitangebote für mentale Gesundheit und Zugehörigkeit“ abgeschlossen.
„Kinder und Jugendliche sind zunehmend mit psychosozialen Problemen konfrontiert. Im Zuge des Projekts sollen wirksame Gegenmaßnahmen entwickelt und spürbare Verbesserungen erreicht werden – vor allem für sozial benachteiligte Gruppen, die häufig nur eingeschränkten Zugang zu kostenfreien Freizeitangeboten haben. Im Fokus stehen die Stärkung der mentalen Gesundheit, die Prävention von Einsamkeit sowie die Förderung sozialer Kompetenzen“, erklärt die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr.
Für den Fall, dass der Verein Hobby Lobby ausgewählt wird und den Zuschlag für die Förderung des Fonds Gesundes Österreich erhält, startet die Umsetzung des Projekts unter Beteiligung der Stadt Innsbruck, die im Rahmen der Kooperation ein bis drei Vertreter:innen in ein lokales Schlüsselteam zur Vernetzung mit den Projektdurchführenden entsenden würde.
Quartiersmanagement Rossau wird weitergeführt
Die Einbindung und aktive Mitarbeit aller Beteiligten war bei der Standortoffensive Rossau von Beginn an zentral. Als Schnittstelle fungiert seit Juli 2024 das Quartiersmanagement, welches sich als Plattform für Kooperation und Entwicklung versteht. Es wurde als dreijähriges Pilotprojekt gestartet und als Geschäftsfeld der Innsbruck Marketing GmbH (IMG) angesiedelt.
In einem Umsetzungsbeschluss befürwortete der Stadtsenat am 7. Juli 2026 einstimmig die Verlängerung des Projektes „Quartiersmanagement Rossau“ für weitere drei Jahre. Für den Zeitraum vom 1. Juli 2027 bis 30. Juni 2030 wird das Quartiersmanagement mit einem jährlichen Finanzierungsbeitrag von jeweils 90.000 Euro unterstützt.
„Der Evaluierungsbericht bestätigt, dass das Quartiersmanagement wesentliche Vorhaben und Entwicklungsprozesse im Wirtschaftsquartier erfolgreich begleitet und vorangetrieben hat“, betont die für Wirtschaft zuständige Stadträtin Mariella Lutz.
„Eine starke Rossau braucht gute Rahmenbedingungen – für die Betriebe ebenso wie für die Menschen, die hier arbeiten und unterwegs sind. Mit dem Quartiersmanagement gelingt es, wirtschaftliche Entwicklung und eine zukunftsorientierte Stadtplanung miteinander zu verbinden. sagt die für Stadtplanung zuständige Stadträtin Janine Bex.
Fischvergnügen am Marktplatz
Bereits zum 31. Mal findet heuer vom 31. Juli bis 16. August die Veranstaltung „Fischvergnügen am Inn“ statt. Die dafür erforderlichen Grundflächen am Marktplatz und eine Teilfläche des östlichen „Cammerlander-Vorplatzes“ werden entgeltlich zur Verfügung gestellt.
„Es freut mich, dass durch das Fischvergnügen wieder eine bei Gästen sowie bei Einheimischen beliebte Veranstaltung am Marktplatz stattfindet. Das Konzept vom Vorjahr bleibt im Wesentlichen unverändert. Geplant ist wieder eine Kooperation mit der Markthalle Innsbruck, mit der eine gemeinsame Bewerbung des Marktes über soziale Medien angestrebt wird. Zudem wird erneut eine 'WC Nutzungsvereinbarung' abgeschlossen“, erläutert die für Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz.
Der Markt selbst wird, im Hinblick auf die Interessen der Anrainer:innen, nur mit dezenter Livemusik belebt und endet spätestens um 22 Uhr. Der Stadtsenat genehmigte die Grundüberlassung einstimmig.MD