Tragende Säule des Bürgerservice verabschiedet sich

Sabine Kröß-Tunner übergibt Referatsleitung an Saša Majstorović

Sabine Kröß-Tunner übergibt das „Bürgerservice und Fundservice“ an ihren Nachfolger Saša Majstorović. © Stadt Innsbruck/S. Geiler
Der 30. Juni 2026 wird für Sabine Kröß-Tunner ein bewegender Moment werden. Die Leiterin des Referats „Bürgerservice und Fundservice“ beendet an jenem Dienstag nämlich ihre aktive Arbeitszeit beim Magistrat.
„Auch wenn nicht immer alles einfach ist, ich gehe gern arbeiten und es macht mir hier im Magistrat Spaß“, betont die langjährige Mitarbeiterin mit einem Lächeln im Gesicht, gesteht aber im nächsten Satz ein: „Es ist noch so surreal, dass ich nicht mehr ,fremdbestimmt‘ bin, aber ich freue mich schon auf die freie Zeit mit Familie und Hobbys – wie z.B. Schützenkompanie und Kreatives.“

Sie ist Menschen in ihrem Alltag gewohnt – seit 5. Oktober 1987 ist sie im ständigen Austausch mit den Innsbrucker:innen im Bürgerservice. Drei Jahre zuvor hat sie beim Stadtmagistrat in der Bezirks- und Gemeindeverwaltung ihr Berufsleben begonnen. „Es ist außergewöhnlich, dass man über solch einen langen Zeitraum diese erfüllende, aber sicher auch herausfordernde Tätigkeit so gerne ausübt. Ich bedanke mich bei Sabine Kröß-Tunner für ihre Arbeit“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.

Von der Kugelkopf-Schreibmaschine zum Laptop
Magistratsdirektor Stephan Crepaz bedankt sich bei Kröß-Tunner für ihr Engagement: „Sie ist eine Säule beim Aufbau der zentralen Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger und hat damit beigetragen Amtswege zu erleichtern. Sie wird uns fehlen, aber ich wünsche ihr für den verdienten Ruhestand alles Gute.“

Als im Jahr 1987 die Portierloge am Eingang zum Rathaus in der Maria-Theresien-Straße geschlossen wurde, entstand der Bedarf für das Bürgerservice. Kröß-Tunner bewarb sich und bezog mit einer Kollegin das Bürgerservice im damaligen Rathaus-Innenhof. „Wir sind dann gewachsen, die Aufgaben haben sich verändert und die Herausforderungen sind mehr geworden. Das Bürgerservice ist immer in Entwicklung und man muss mit der Zeit gehen“, betont die fröhliche End-Fünfzigerin. Sie blickt auf ihren Computer und setzt das Headset auf, um einen Anruf entgegenzunehmen. „Damals war es die Kugelkopf-Schreibmaschine ohne Korrekturband, heute ist es der Laptop“, zählt sie die technischen Veränderungen als Beispiele auf. 2003 kam noch das Fundservice als Aufgabenbereich hinzu. Am Ende zählen für sie die schönen Momente, die sie gar nicht im Detail bewerten möchte: „Es ist einfach schön, wenn du merkst, dass du geholfen hast. Wenn die Menschen noch einmal hereinkommen, um sich zu bedanken – dann weiß ich, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird.“

Übergabe geregelt
Stolz ist Kröß-Tunner auf den guten Zusammenhalt ihres Teams. „Von meinem ersten Team sind alle bei mir in Pension gegangen. Wir sind natürlich gewachsen, auch die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit viel Engagement und Freude für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker da.“ Dieses motivierte Team übergibt sie ihrem Nachfolger Saša Majstorović. Er wurde mit 1. Juni 2026 zum neuen Referatsleiter bestellt. Der zweifache Vater und vierfache Opa hat bereits viel Erfahrung mit Parteienverkehr im Stadtmagistrat. Er arbeitet seit 2005 im Stadtmagistrat und hat vom Referat für Aufenthaltsangelegenheiten über die Parkraumbewirtschaftung bis hin zum Standesamt viel Erfahrung gesammelt. SAKU

Zahlen, Daten, Fakten zum Bürgerservice und Fundservice 2025:
• 8.700 Gespräche bei Schwerpunktberatungen
• 100.000 Kontakte mit Bürger:innen
• 27.000 persönliche und telefonische Anfragen beim Fundservice
• 42.850 Anfragen, Fund- und Verlustmeldungen sowie Ausfolgungen