Vielfalt im Innsbrucker Naturraum

Jährlich 12.000 neue klimafitte Bäume

Seit knapp 1,5 Jahren unterstützt ein 350 PS starker Mercedes-Benz Unimog U535 das Amt für Wald und Natur bei der Bewirtschaftung von 3.000 Hektar Waldfläche. © Stadt Innsbruck/Amt Wald und Natur
Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am 21. März zieht die Stadt Innsbruck Bilanz über die vielfältigen Leistungen des Amtes für Wald und Natur. Ob Forstwirtschaft, Naturschutz oder Erholung – das Besondere: Ein Großteil der Projekte wird in Eigenregie und mit eigenem Handwerk umgesetzt.
Der Wald ist für Innsbruck nicht nur eine malerische Kulisse. Er ist Schutzraum, Klimaanlage und Naherholungsgebiet zugleich. Rund 3.000 Hektar Waldfläche werden vom städtischen Amt für Wald und Natur direkt bewirtschaftet. Zum Tag des Waldes am 21. März betont Bürgermeister Johannes Anzengruber die Bedeutung der täglichen Arbeit im Revier: „Innsbruck ist stolz auf seinen Stadtwald. Dass wir diese wertvollen Flächen so intensiv pflegen können, verdanken wir der hohen Expertise in unserem Haus. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeden Tag vor Ort im Einsatz, um den Wald für kommende Generationen klimafit zu machen.“

Drei Referate, ein Ziel: Nachhaltigkeit durch Eigenleistung
Das Amt für Wald und Natur gliedert sich in drei spezialisierte Referate, die eng zusammenarbeiten. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die Umsetzung von Projekten durch das Fachpersonal der Stadt. „Durch unser eigenes Handwerk und die interne Planung können wir Projekte nicht nur fachlich auf höchstem Niveau, sondern auch äußerst kostengünstig und effizient realisieren. Wir kennen unser Gelände und wissen genau, was die Natur vor Ort braucht“, erklärt Amtsvorstand Matthias Stang.

Referat Wald und Almen: Forstwirtschaft mit Weitblick
Die Bilanz für das Jahr 2025 unterstreicht den Fleiß der städtischen Forstarbeiter:innen: Allein im städtischen Eigenbesitz wurden rund 1.100 Festmeter Holz eingeschlagen. Gleichzeitig wird massiv in die Zukunft investiert – insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4.500 Forstpflanzen gesetzt, um einen gesunden Mischwald zu fördern. Neben der Waldpflege betreut das Referat zudem sechs städtische Almen, die wichtige Pfeiler der alpinen Landwirtschaft und Naherholung sind.

Referat Natur und Erholung: Infrastruktur aus eigener Hand
Ein aktuelles Beispiel für die effiziente Eigenregie ist die neue WC-Anlage am Spiel-, Sport- und Grillplatz Gramartboden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der faktenbasierten Besucherlenkung. Durch ein modernes Besuchermonitoring erhält das Amt objektive Daten zur Frequentierung der Wege. Dass diese gezielte Lenkung den Naturraum entlastet, zeigen die Zahlen der Mountainbike-Infrastruktur: Mit 24.000 Fahrten am Hofwaldtrail und 90.000 Fahrten am Bichl Trail (Teil 1) wird das Angebot massiv angenommen. Aktuell befindet sich der zweite Teil des Bichl Trails bereits im Bau. Zudem wurde die Waldschule Innsbruck 2025 weiterentwickelt – inklusive neuer Beschilderungskonzepte, die im März 2026 fertiggestellt werden.

Referat Bezirksforstinspektion: Schutz, Sicherheit und Förderung
Damit der Wald für alle sicher zugänglich bleibt, ist eine funktionierende Infrastruktur unerlässlich. Das Amt betreut und erhält insgesamt 120 Kilometer Forstwege im Gemeindegebiet. Die Bezirksforstinspektion blickt zudem auf ein äußerst arbeitsintensives Jahr 2025 zurück: Insgesamt wurden 7.400 Festmeter Einschlag sowie die Pflanzung von rund 15.000 Bäumen waldbaulich begleitet. Durch die Abwicklung von 100 abgeschlossenen Maßnahmen konnten zudem rund 1,3 Millionen Euro an Förderungen ausbezahlt werden. Diese Zahlen verdeutlichen die wichtige Rolle der Bezirksforstinspektion bei der Unterstützung von Waldbesitzer:innen und für die Sicherung der Schutzfunktion des Waldes vor Naturgefahren wie Lawinen oder Muren.

Wald erleben am 21. März
Der Tag des Waldes dient als Erinnerung an die Bedeutung der grünen Lunge Innsbrucks. Das Amt für Wald und Natur lädt alle Innsbrucker:innen ein, die vielfältigen Erholungsflächen bewusst zu nutzen und die Arbeit, die hinter der Pflege dieser Landschaften steckt, wertzuschätzen. „Unser Wald ist ein Meisterwerk der Natur, das wir mit Leidenschaft und eigenem Fachwissen erhalten und jährlich rund 12.000 Bäume pflanzen“, so Bürgermeister Anzengruber abschließend. DJ