Vorbild für eine aktive Gestaltung Europas

Kaiser-Maximilian-Preis 2026 geht an „European Youth FOrum Neumarkt“

Landesrätin Cornelia Hagele, Kaiser-Maximilian-Preisträger Christoph Leitl (EYFON) und Bürgermeister Johannes Anzengruber wurden von den Schüler:innen mit Friedenstauben und Kränzen beschenkt. © Stadt Innsbruck/F.Bär
Jung, europäisch, verbunden – drei Schlagworte, die für den Kaiser-Maximilian-Preis der Stadt Innsbruck stehen. In diesem Sinne erging der Preis 2026 am Donnerstag, 7. Mai, an das europäische Jugendforum Neumarkt (EYFON) für das Projekt „EYFON Peace Days“.

Ziel der mehrtägigen Veranstaltung ist, mit mehr als 30 Jugendlichen die Werte Europas zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Frieden, Sicherheit und europäischer Zusammenarbeit.

Die international besetzte Jury setzte sich aus Vertreter:innen der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol sowie des „Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates” (KGRE), der „Versammlung der Regionen Europas” (VRE), des „Rates der Gemeinden und Regionen Europas” (RGRE) und der Universität Innsbruck zusammen. „Im Zwei-Jahres-Rhythmus wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis an Leuchtturmprojekte vergeben, die junge Menschen dazu inspirieren, die Zukunft der europäischen Gesellschaft zu gestalten. Das Siegerprojekt zeichnet sich genau dadurch aus“, betonte Bürgermeister Johannes Anzengruber. Bei der Verleihung in der Stadtbibliothek Innsbruck freuten sich EYFON-Präsident Christoph Leitl und Projektleiter Dave Köck über die Anerkennung. 

Frieden und Zusammenhalt
Die „EYFON Peace Days“ haben zum Ziel, Frieden zu fördern und junge Menschen aus verschiedenen Nationen, mit unterschiedlichem Bildungsniveau und Meinungen zusammenbringen, um über eine gemeinsame, friedliche und stabile Welt zu sprechen. Verschiedene Sichtweisen und die Haltung zu Europas Zielen, Aufgaben und Werten können dabei von den teilnehmenden Jugendlichen weiterentwickelt werden. Bei den diesjährigen Peace Days im Juni werden Friedensverhandlungen simuliert und die jungen Teilnehmer:innen schlüpfen in die Rollen von Diplomat:innen und Entscheidungsträger:innen. „Das Miteinander, der Dialog, das Lernen voneinander und das Verständnis füreinander, über Ländergrenzen, Sprachen und politische Haltungen hinweg sind heute, in einer Zeit der weltweiten Unsicherheiten und Gefahren, die Voraussetzungen für einen selbstbewussten und starken Kontinent, der sich zwischen den Welten in Ost und West neu positionieren muss“, betont EYFON-Präsident Christoph Leitl.

Vorbild für Tiroler Schüler:innen
Damit der Kaiser-Maximilian-Preis auch regional spürbar wird, gab es im vergangenen Herbst einen zum Thema passenden Kreativwettbewerb für Tirols Schulen. „Unser Fokus lag klar auf der jungen Generation. Die Gewinner des Kaiser-Maximilian-Preises sollen Vorbilder für eine aktive Gestaltung Europas sein“, erklärte der Bürgermeister weiter. Unter dem Titel „PEACE in times of change“ nahmen rund 700 Schüler:innen und deren Lehrpersonen an der Ausschreibung von Stadt Innsbruck und Land Tirol teil. Es waren Einreichungen aus allen Kunstbereichen zugelassen. Die Gewinnerklassen erhielten ebenfalls am Donnerstag in ihren jeweiligen altersabgestuften Kategorien ihre Preise.

Die Siegerprojekte sind:
- „Friedensbaum“: 4. Klasse der Volksschule Wenns
- „Grenzkonflikt“: 2c der Mittelschule Kematen
- „Träume brauchen Frieden“: Klasse B der Polytechnischen Schule Innsbruck
- „Natur als Raum des Friedens“: Tiroler Fachberufsschule (TBFS) für Garten, Raum und Mode

Bürgermeister Anzengruber übergab die Preise in Höhe von jeweils 500 Euro für die Klassenkassen gemeinsam mit Landesrätin Cornelia Hagele im Anschluss an die Preisverleihung des Kaiser-Maximilian-Preises in der Stadtbibliothek.